Kinderschutzgruppe Charité: Prävention Schütteltrauma, Standbild: Libellefilm / Charité

Prävention Schütteltrauma

Die Arbeitsgruppe "Prävention Schütteltrauma" der Kinderschutzgruppe der Charité – Universitätsmedizin Berlin stellt nachfolgend Informationen zu diesem Thema bereit:

  • die Präventionskampagne im "Berliner Fenster" mit Spot
  • "Hilfe! Mein Baby hört nicht auf zu schreien ... und jetzt bitte nicht schütteln!"

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Die Präventionskampagne im Berliner Fenster

Kinderschutzgruppe Charité: Spot aus dem "Berliner Fenster"
Kinderschutzgruppe Charité: Standbild aus dem Spot

Bereits seit einigen Jahren engagiert sich die Charité für die Prävention von Schütteltraumata. Gemeinsam mit der Neonatologie hat die Arbeitsgruppe einen Flyer entwickelt, der Eltern über die Gefahren des Schüttelns aufklärt.

In der Geburtshilfe der Charité erhalten inzwischen alle Eltern bei der Früherkennungsuntersuchung U2 eine spezielle Aufklärung durch den Kinderarzt und den Flyer.

Des Weiteren wird Eltern, bei denen eine besondere Belastung wahrgenommen wird, ein Gesprächsangebot mit den Babylotsen der Charité oder dem Sozialdienst unterbreitet. Dabei werden vor allem Unterstützungsmöglichkeiten für die Familie besprochen. Zudem wird ein "Notfallplan" für besonders stressige Zeiten ausgearbeitet.

Die Kinderschutzgruppe ist der Ansicht, dass darüber hinaus eine flächendeckende Aufklärung der Bevölkerung notwendig ist. Daher hat sie eine groß angelegte Aktion ins Leben gerufen: Sie läuft seit dem 28. Dezember 2015 mit einem kurzen Spot im "Berliner Fenster", dem "Fernsehen" in der U-Bahn. Die Aktion soll bundesweit ausgeweitet werden.

Um möglichst viele Menschen erreichen zu können, muss die Kinderschutzgruppe ständig neue Sendezeit beim "Berliner Fenster" kaufen. Das kostet viel Geld. Darum ist die Kinderschutzgruppe der Charité weiterhin dringend auf Spenden und Sponsoren angewiesen.

"Hilfe! Mein Baby hört nicht auf zu schreien ... und jetzt bitte nicht schütteln!"

Fast alle Eltern haben es schon einmal erlebt: Das Baby hört nicht auf zu weinen, nichts scheint zu helfen und irgendwann fühlt man sich hilflos und erschöpft. Manchmal ist man vielleicht kurz davor, sein Kind zu schütteln. Doch Schütteln ist lebensgefährlich!

Da Säuglinge ihren Kopf noch nicht ausreichend halten können, kommt es beim Schütteln zu schweren Hirnverletzungen, die lebensbedrohlich sein können.

Das Schütteltrauma stellt die häufigste Misshandlung von Kindern im Säuglingsalter dar. Gleichzeitig ist es eine Form der Misshandlung, die besonders schwere, oft dauerhafte, Schäden und sogar Todesfälle hervorruft.

Ein kurzer Moment des Kontrollverlusts reicht aus, um

  • das Leben eines Kindes,
  • seine Gesundheit und
  • seine Entwicklung massiv zu gefährden.

Mit der Präventionskampange zum Thema Schütteltrauma möchte die Kinderschutzgruppe der Charité Eltern und Betreuungskräfte über die Ursachen und Folgen des Schüttelns bei Säuglingen aufklären und ihnen Hilfe und Informationen bieten: Die Gruppe möchte das Bewusstsein für die extreme Gefährlichkeit des Schüttelns in der Bevölkerung weiter schärfen und gleichzeitig Hilfen für überlastete und erschöpfte Eltern bekannter machen.

Was passiert beim Schütteln?

Sicher ist, dass leichtes Schaukeln beim Spielen oder auch ein ungeschickter Umgang mit einem Kind nicht zu schweren Verletzungen führt, wenn man immer behutsam den Kopf hält.

Schütteln allerdings ist lebensgefährlich. Daher darf ein Baby niemals geschüttelt werden!

Ein Baby kann seinen Kopf noch nicht alleine halten, weshalb sein Kopf beim Schütteln hin und her schlägt. Dadurch kann es zum Reißen von Nerven sowie Brückenvenen und dadurch zu schweren Hirnblutungen kommen. Die Folge davon sind schwere Hirnverletzungen. Diese können zum Beispiel führen zu:

  • Verhaltens- und Entwicklungsstörungen
  • Blindheit
  • Krampfleiden und
  • im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes

Wie Sie die Kinderschutzgruppe unterstützen können

Für Supervision, Fortbildungen und einzelne Projekte ist die Kinderschutzgruppe auf Spenden angewiesen. Sollten Sie die Arbeit der Mitglieder finanziell unterstützen wollen, freuen sie sich über eine Spende auf das folgende Konto:

Kontoinhaber: CharitéUniversitätsmedizin Berlin

Verwendungszweck: Innenauftrag 61500508 "Spende Kinderschutzgruppe"

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BIC: DEUTDEBBXXX

Kreditinstitut: Deutsche Bank Berlin